und was sonst noch so passiert
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

    dreamingfreak
    - mehr Freunde


Leben ist das, was passiert, während man dabei ist andere Pläne zu machen

http://myblog.de/sessel

Gratis bloggen bei
myblog.de





Der Ernst des Lebens

Bis jetzt ist das Studium wirklich interessant.

Nun, vielleicht nicht wirklich immer interessant, denn Biwi (Bildungswissenschaften)ist es definitiv nicht! Die beiden Dozenten, die ich bisher hatte waren total langweilig. Und das, was sie erzählt haben wusste ich ebenfalls schon im Voraus. Von drei Jahren Pädagogikleistungskurs ist eben doch einiges hängengeblieben. Der eine Kerl hat langsam und einschläfernd gesprochen und die andre absolut zusammenhanglos. Ständig fing sie neue Sätze an und hat die alten nicht beendet. Es war wirklich anstrengend ihr zuzuhören.

 

Dafür ist DESK. (Einführung in die deskriptive Sprachwissenschaft) absolut genial *-*

Allein für dieses Seminar hat es sich gelohnt mit dem Studieren anzufangen. Wir beschäftigen uns in diesem Semester mit Morphologie, Phonetik, Semantik, Syntax und Pragmatik. Die deskriptive Sprachwissenschaft ist im Eigentlichen ein Teil von dessen, was mich an Bastian Sick so fasziniert.

Man nehme zum Beispiel den Satz „Maria küsst Heinz“

Ohne Kontext weiß man bei diesen drei Wörtern nicht, wer von wem geküsst wird. Im Regelfall ist zwar Maria die Küsserin und Heinz der Geküsste, da es im Prinzip meistens nach dem Schema Subjekt-Prädikat-Objekt geht, doch kann dieser Satz auch eine Antwort auf die Frage „Wen küsst Heinz?“ sein. Dementsprechend wäre der Satzbau dann Objekt-Prädikat-Subjekt mit Heinz als Küsser und Maria als Geküsste. Einfacher wäre es, wenn in diesem Satz Pronomen stünden.

„Die Maria küsst den Heinz“ -> Heinz wird von Maria geküsst

„Die Maria küsst der Heinz“ -> Maria wird von Heinz geküsst

 

Genauso Kontextbedingt ist die Bedeutung von Worten.

Zum Beispiel das Wort „Blecheimer“ scheint auf den ersten Blick einen bestimmten Gegenstand (Eimer) aus einem bestimmten Material (Blech) zu beschreiben. Genauso gut kann es allerdings auch einen Gegenstand für ein Material sein. Also kein Eimer aus Blech, sondern ein Eimer, in dem Blech aufbewahrt o.ä. wird. Vergleichbar ist das mit den Wörtern Holzhaus und Holzschuppen: Das Holzhaus ist aus Holz und der Holzschuppen für Holz.

 

Wieder ein bisschen anderes ist es zum Beispiel bei dem Wort „Professorensohn“, denn dieses Mal haben wir keinen Gegenstand, sondern ein Lebewesen, und er besteht nicht aus Professoren und ist auch nicht für Professoren. Hier kann der Professorensohn entweder der Sohn eines Professoren sein, oder ein Sohn, der ein Professor ist (ähnlich wie mein Bäckeronkel oder die Kindergartentante).

 

Wieder anders ist es bei dem „Borkenkäfer“, denn er besteht nicht aus Borke, er ist nicht für die Borke, er ist kein Nachfolger der Borke und ist auch nicht selber die Borke. Der Borkenkäfer ist nur in der Borke zu finden. Das Selbe gilt für den Holzwurm und den Grashüpfer.

 

 

Wie man vielleicht bemerkt, hat mich dieses Thema wirklich fasziniert und ich freue mich sehr auf das, was ich in DESK lernen werde. Und das war gerade mal das Einführungsseminar xD

Übrigens habe ich DESK mit Diana zusammen, was ich wirklich cool finde und auch in AAC (allgemeine anorganische Chemie) habe ich bereits jemanden gefunden, mit dem ich mich gut unterhalten kann. Lisa hat auch Biwi, da sie ebenfalls B.Ed Chemie macht, doch dort sind wir über 1000 Studenten und dort jemanden(wieder) zu finden ist ein bisschen schwer.

 

 

Gestern Abend hatte ich mir eigentlich vorgenommen früh ins Bett zu gehen, da ich um 8.15Uhr zur Uni musste. Um 22.30Uhr kam dann aber Bekka und fragte mich, ob ich ihr die Nähmaschine und Stoff leihen könnte, da sie Prämieren-Geschenke machen musste, für eine Aufführung, in der die Regieassistentin war. Und weil sie irgendwie absolut keinen Plan hatte, habe ich ihr gezeigt wie die Maschine funktioniert, wie man eine Schablone entwirft etc.

Letztendlich saß ich bis 1.00 Uhr morgens in ihrem Zimmer und habe die kleinen Püppchen mit Reis gefüllt, sie ordentlich zugenäht, mit Knöpfen verziert und Bekkas Fehler mit der Nähmaschine wieder aufgetrennt, weil sie auftrennen absolut nicht kann xD

Ich muss wirklich an meinem „nein“ arbeiten. Ansonsten schlafe ich irgendwann mitten in einer Vorlesung oder in einem Seminar ein xD

28.10.10 14:50
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung