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Leben ist das, was passiert, während man dabei ist andere Pläne zu machen

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14.10.10

Tag Numero drei meines Studentenlebens.

Ich hatte eben das erste Gespräch mit einer meiner Flur-Mitnutzer, das über „Hey“ „Hi“ hinausging. Und das in – wer hätte es gedacht –  der Küche. Sie hat sich Nudeln gekocht und ich mein benutztes Geschirr abgespült. Ich weiß zwar nicht wie sie heißt, aber dafür, dass sie so schnell es geht wieder ausziehen will, weil ihr das Zimmer zu groß, die Sanitäranlagen zu – mir fällt kein richtiges Wort dafür ein – und alles zu ruhig ist. Außerdem fehlt ihr ihr Hund, den sie in Köln bei ihrer Familie lassen musste.

(kann ich nur allzu gut verstehen!!)

 

Morgen muss ich wieder einkaufen, mir endlich Salz, Zucker, Suppenbrühe, Nudeln, Tomaten, Käse und so was besorgen. Gestern hab ich mir das restliche Kartoffelgratin warm gemacht und heute Milchreis gekocht und mit Sauerkirsch-Konfitüre gegessen. Für Morgen hab ich noch Brot zum Frühstück und die Milch reicht noch für eine Schüssel Cornflakes (auf Deutsch: Maisflocken). Eigentlich könnte ich auch heute noch einkaufen gehen, aber dafür müsste ich mich umziehen (momentan trage ich einen Jogginganzug, wie meine Flur-Mitnutzerin ebenfalls), wozu ich allerdings keine Lust habe, weil ich dann auch die 66 Stufen die Treppe runter, durch den Park, einkaufen, wieder zurück, mit den Einkäufen 66 Stufen hoch und mich dann wieder umziehen müsste.

Aber da ich morgen eh in die Stadt muss (Ich brauche auch einen Bademantel, drei Ordner, Briefumschläge und Briefmarken), kann ich das auch auf dem Heimweg erledigen.

 

Mein Erdbeer-Traube-Apfel-Ananas-Orange-Banane-Passionsfrucht Saft ist auch bald leer…

 

 

Vielleicht fragt ihr euch, warum ich mir nicht die Stadt ansehe, doch darauf kann ich auch antworten. Das macht alleine einfach keinen Spaß.

Ich hab gestern einige Stunden in der Uni verbracht und mir dank Kusus Lageplan die verschiedenen Gebäude angesehen und mir Wege gemerkt.

Da fällt mir ein, dass ich mir morgen auch noch meine Uni-Prepaid-Karte holen sollte, da die auch als Schlüssel für die Schließfächer in der Bibliothek gilt und man mit ihr (fast) alles Bezahlen kann.

 

Ich bin übrigens ganz krank vor Heimweh…

Wirklich!

In der ersten Nacht konnte ich kaum schlafen, weil mir die Muskeln in den Beinen so weh taten. (gut, dass konnte auch von dem vielen Treppensteigen kommen)

In der zweiten Nacht hatte ich Halsschmerzen und heute muss ich ständig niesen und meine Nase läuft. Es mag ja Leute geben, die diese Symptome als schnöde Erkältung abtun würden, doch ich bin mir sicher, dass es Heimweh ist. Immerhin war ich schon lange nicht mehr krank und erst jetzt wieder, wenn ich alleine in meinem Zimmer in einer Stadt 3 ½ Stunden Zugfahrt von Zuhause entfernt sitze.

 

 

Ich mag das Lied „Ohne scheiß: Schoko-Eis“, doch bei „Macht ihr den Scheißdreck?“ hab ich mich ein klein wenig angegriffen gefühlt, immerhin hab ich selbst zwei Mittelalterkleider und mag die Musik.

 

Wollt ihr wissen, wie ich ohne Leute zum Reden und ohne Internet meine Zeit verbringe? Ich schreibe sinnlose Sätze auf. Hier ein paar Beispiele:

_________

Ich muss nicht versuchen wie andere etwas zu sein, was ich nicht sein kann, weil ich schon längst etwas bin, das sie nicht sein können, nämlich ich.

_________

Ich fühle mich wie ein Klassiker: Alt und verbraucht.

Du bist so ein Klischee: Von jedem benutzt.

________

Bisch uf sini Bodehochzit gwäs?

Nai, Irch hab kai Zit ghabt. Am Dunschtig muscht irch mai PW ins Garage fahre. Des war a Chrüsimüsi. De Pneu war kputt und irch muscht des Car nähme um Heim zkomme.

Du häsch nüt vepascht. Mai Nastuech ha i nit bruche.

_______

„Lass uns nicht in diese Disco gehen; da ist es immer voll leer.“

„Wie du meinst, es ist einfach schwer eine gute Verbindung zu finden.“

„Hast du den Kerl da gesehen? Der war ja ganz schön hässlich.“

 „Irgendwas an deinem Satz war gerade richtig falsch.“

„Halt die Klappe und komm mir nicht eben krumm!“

„Lass uns gehen, ich bin ganz kaputt.“

„Es ist oft selten, dass etwas derartiges passiert.“

„Denkst du nicht, das ist ein wenig viel?“

„Sie sagt manchmal immer, ich sei zu faul.“

„Findest du nicht auch, dass diese Aussicht furchtbar schön ist?“

 

_______

Wenn jemand weiß, was an den letzten Sätzen das Besondere ist, dann ist er klug und verdient meinen Respekt. Und wenn nicht, dann lest sie euch nochmal durch, bis ihr es auch verstanden habt oder fragt jemanden, der es weiß.

 

Gleiches gilt für die vorletzen Sätze im Sinne des Sinnverständnisses. Wer weiß, was es heißen soll ist klug und verdient meinen Respekt und wer nicht, der soll halt gleich fragen.

 

Kleiner Tipp: Der Inhalt all dieser Sätze hat nicht das Geringste mit meiner momentanen Situation zu tun. Sie sind mir einfach nur eingefallen und ich habe sie aufgeschrieben.

 

Ich habe ein paar Folgen Code Geass (1-15) auf meinem Laptop gefunden und jetzt will ich die nächsten Folgen auch sehen, aber es geht nicht -.- dummes kein-internet-haben

 

Wenn ich mir jetzt mal so durchlese, was ich in diesen Blogeintrag geschrieben habe, merke ich, dass das meiste nichts miteinander zu tun hat. Egal, ich schreibe diesen Blogeintrag ja zum Teil ebenfalls deswegen, weil mir langweilig ist und damit ihr wisst, was so alles in meinem Kopf vorgeht.

 

15.10.10

Yay!

An Tag vier habe ich wieder eine Flur-Mitnutzerin kennengelernt.

Sie heißt Alejandra (gesprochen: Alechandra) und studiert Architektur an der FH (Das Mädel von gestern übrigens Innenarchitektur, ebenfalls an der FH) und ist halb Kolumbianerin und war das letzte Jahr auch dort. Getroffen habe ich sie, wie sollte es auch anders sein, in der Küche. Ich habe Stimmen gehört und dachte mir, es wäre eine super Gelegenheit, um Leute kennen zu lernen. Also habe ich mir mein schmutziges Geschirr (Geschirr wird doch mit doppel R geschrieben, Calu) geschnappt und bin in die Küche rüber. Dort waren dann Alejandra und zwei andere Mädchen (aus demselben Stockwerk, aber aus dem andreren Flurflügel) die Alejandra gesucht hatte, um Augenzeugen für ihren Fund in der Küche zu haben.

Dieser Fund war übrigens eine Ratte hinter der Küchentür.

 

Ja, ihr habt richtig gelesen. Wir haben eine Ratte im Flur.

 

Eine dicke, flinke, aber dennoch relativ zahme Ratte mit dichtem Fell. Wenigstens scheint sie nicht krank zu sein, allerdings bleibe ich hier nicht länger als nötig, also höchstens bis Februar. Alejandra sieht das genauso wie ich. Sobald ich hier Internet habe (ich bin nicht die einzige, die keines hat)  fange ich an mir was zu suchen. Am liebsten WG.

 

Vielleicht bekommen wir Mietminderung: Eine Ratte in der Küche, zwei Duschen und eine soll man nicht benutzen wegen Schimmel (außerdem geht da die Tür nicht richtig zu), drei Toiletten und davon zwei kaputt. Und das für einen Flur mit ca.  16 Zimmern…

 

Ich kann mir übrigens keine Lasagne oder Pizza oder Nudelauflauf oder Käseüberbackenes machen. Wir haben nämlich in der Küche keinen Ofen.

 

Ich weiß jetzt, dass eine Straßenbahnhaltestelle in der Nähe ist und man mit der 92 auch noch nachts von der Innenstadt nach Gonsenheim kommt. Dafür hab ich Alejandra gezeigt, wo hier der Aldi und der Rewe sind. Jetzt ärgert sie sich, dass sie immer in der Innenstadt einkaufen war, obwohl man kaum fünf Minuten zu Fuß gehen muss um sie zu erreichen.

Die Waschmaschinen muss man auch mit der Studicard bezahlen, also diesem Prepaid-Dingens.

 

Ich kann die Liste meiner Bekanntschaften mit Harkan und Matthias erweitern. Beide wohnen auch erst seit diesem Monat hier. Matthias wird ebenfalls Lehrer (Germanistik und Geographie) und Harkan studiert Bauingenieurswesen an der FH. Die beiden wohnen sich gegenüber im anschließenden Flur und mit Harkan haben Alejandra und ich uns mal zum Kochen verabredet. Es macht einfach keinen Spaß nur für sich allein zu kochen. (Außerdem ist seine Küche kaputt)

 

Eben haben wir festgestellt, dass das alte, wirklich abgefuck aussehende Radio bei uns in der Küche funktioniert. Und das sogar erstaunlich gut. Man kann also beim Kochen Musik hören oder das Radio laufen lassen während man dort zusammensitzt.

 

Morgen ist Samstag. Mal sehen, was am Wochenende so passiert.

 

16.10.10

Tag fünf

Ich bin heute mit abends Alejandra in den ersten Stock in den Billiardraum gegangen um mehr Leute kennen zu lernen und Bingo!!! Musik lief, die Sofas waren besetzt und Leute da.

Sogar jemand, den ich schon kannte! Mit Max hatte ich in der elften Klasse Ethik (damals hatte er noch lange schwarze Haare) und jetzt haben wir uns ganz schön gut unterhalten. Ist schon geil jemanden aus der Schulzeit in der Uni zu treffen, mit dem man eigentlich gar nicht gerechnet hat. Ich weiß zwar, dass Alina und Katharina auch in Mainz sind, aber die wohnen eben nicht hier und es ist einfach cool bekannte Gesichter zu sehen.

 

Jetzt ist es streng genommen gesehen schon der 17te, aber ich schreib es trotzdem für gestern rein, weil das Meiste eben gestern passiert ist. Jetzt wollen wir allerdings noch in die Stadt gehen. Ich schreib dann Morgen, wie es war.

 

17.10.10

Tag sechs

Wir haben jetzt 16.53 Uhr und ich bin gerade aufgewacht. Ist allerdings auch kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Alejandra, Max, Maxi und ich erst ca. um viertel nach sieben Uhr morgens heim gekommen sind.

Wie schon geschrieben sind wir um O.30 losgezogen um das Mainzer Nachtleben ein bisschen besser kennen zu lernen. Wir waren anfangs auch ein paar mehr Leute. Mahl sehen, ob ich alle Namen zusammen bekomme: Alejandra, Max, Maxi, Sebastian, Lisa, Sophie, Franziska, Anne (ich weiß allerdings nicht, wer von den beiden letzteren wer ist. Ich weiß nur, dass die zwei Mädchen Franziska und Anne heißen) und zwei Kerle, von denen ich mir die Namen nicht habe merken können.

 

Zuerst sind wir ins Coupé 70, eine wie es scheint ziemlich beliebte Kneipe – sie war zum brechen voll – allerdings sind wir da auch nur geblieben um ein Bier zu trinken. Danach ging es weiter ins 50°, eine wirklich coole Disco und dort auch bis halb fünf Uhr morgens geblieben. Dann allerdings haben wir uns aufgeteilt. Die einen sind schon nach Hause und die andern, darunter auch ich, haben noch was gesucht, das offen hat.

Wir sind ziemlich durch die Innenstadt geirrt und Maxi hat alle Leute befragt, die uns entgegen kamen. Er ist Bayer und hat sie meistens auf Bayrisch angesprochen, obwohl er auch ziemlich gut Hochdeutsch kann. Alejandra, Lisa, Max und ich haben uns dabei fast kaputt gelacht. Die Leute müssen uns echt für bekloppte halten…

 

Letztendlich haben wir es dann geschafft, uns den Weg zu ‚Ullis Nachtschicht‘ erklären zu lassen. Aber als wir dort ankamen mussten wir feststellen, dass da eine Schlange war! Um fünf Uhr morgens!!! Wir hatten dann keinen Bock uns anzustellen und sind einfach in die ‚Piano Bar‘ die direkt daneben war und keine Schlange hatte. Der Laden ist echt ein kleiner Geheimtipp, würde ich sagen. Anfangs standen wir alle nur rum und haben unser Bier getrunken, aber dann haben wir angefangen ein bisschen zu tanzen, was dann nachher, wie soll ich es Beschreiben, ein wenig ausuferte? Es kamen schöne ältere Lieder und wir sind darauf ziemlich abgegangen, weil wir so gut drauf waren. Es war genial! Als wir dann um halb sieben gegangen sind, hat sich Lisa von uns abgesondert und ist dageblieben, weil sie einen Kerl kennen gelernt hat.

Da wir noch auf unsere Straßenbahn warten mussten, wurde es schließlich fast halb acht, als wir dann zu viert wieder am Wohnheim ankamen.

 

Dank dem Typen aus Zimmer 109 (ich hab seinen Namen vergessen, ich glaube er wurde ‚Töp‘ oder do ähnlich genannt) hab ich jetzt Internet!! Yay

17.10.10 19:28
 


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