und was sonst noch so passiert
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Leben ist das, was passiert, während man dabei ist andere Pläne zu machen

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Der Ernst des Lebens

Bis jetzt ist das Studium wirklich interessant.

Nun, vielleicht nicht wirklich immer interessant, denn Biwi (Bildungswissenschaften)ist es definitiv nicht! Die beiden Dozenten, die ich bisher hatte waren total langweilig. Und das, was sie erzählt haben wusste ich ebenfalls schon im Voraus. Von drei Jahren Pädagogikleistungskurs ist eben doch einiges hängengeblieben. Der eine Kerl hat langsam und einschläfernd gesprochen und die andre absolut zusammenhanglos. Ständig fing sie neue Sätze an und hat die alten nicht beendet. Es war wirklich anstrengend ihr zuzuhören.

 

Dafür ist DESK. (Einführung in die deskriptive Sprachwissenschaft) absolut genial *-*

Allein für dieses Seminar hat es sich gelohnt mit dem Studieren anzufangen. Wir beschäftigen uns in diesem Semester mit Morphologie, Phonetik, Semantik, Syntax und Pragmatik. Die deskriptive Sprachwissenschaft ist im Eigentlichen ein Teil von dessen, was mich an Bastian Sick so fasziniert.

Man nehme zum Beispiel den Satz „Maria küsst Heinz“

Ohne Kontext weiß man bei diesen drei Wörtern nicht, wer von wem geküsst wird. Im Regelfall ist zwar Maria die Küsserin und Heinz der Geküsste, da es im Prinzip meistens nach dem Schema Subjekt-Prädikat-Objekt geht, doch kann dieser Satz auch eine Antwort auf die Frage „Wen küsst Heinz?“ sein. Dementsprechend wäre der Satzbau dann Objekt-Prädikat-Subjekt mit Heinz als Küsser und Maria als Geküsste. Einfacher wäre es, wenn in diesem Satz Pronomen stünden.

„Die Maria küsst den Heinz“ -> Heinz wird von Maria geküsst

„Die Maria küsst der Heinz“ -> Maria wird von Heinz geküsst

 

Genauso Kontextbedingt ist die Bedeutung von Worten.

Zum Beispiel das Wort „Blecheimer“ scheint auf den ersten Blick einen bestimmten Gegenstand (Eimer) aus einem bestimmten Material (Blech) zu beschreiben. Genauso gut kann es allerdings auch einen Gegenstand für ein Material sein. Also kein Eimer aus Blech, sondern ein Eimer, in dem Blech aufbewahrt o.ä. wird. Vergleichbar ist das mit den Wörtern Holzhaus und Holzschuppen: Das Holzhaus ist aus Holz und der Holzschuppen für Holz.

 

Wieder ein bisschen anderes ist es zum Beispiel bei dem Wort „Professorensohn“, denn dieses Mal haben wir keinen Gegenstand, sondern ein Lebewesen, und er besteht nicht aus Professoren und ist auch nicht für Professoren. Hier kann der Professorensohn entweder der Sohn eines Professoren sein, oder ein Sohn, der ein Professor ist (ähnlich wie mein Bäckeronkel oder die Kindergartentante).

 

Wieder anders ist es bei dem „Borkenkäfer“, denn er besteht nicht aus Borke, er ist nicht für die Borke, er ist kein Nachfolger der Borke und ist auch nicht selber die Borke. Der Borkenkäfer ist nur in der Borke zu finden. Das Selbe gilt für den Holzwurm und den Grashüpfer.

 

 

Wie man vielleicht bemerkt, hat mich dieses Thema wirklich fasziniert und ich freue mich sehr auf das, was ich in DESK lernen werde. Und das war gerade mal das Einführungsseminar xD

Übrigens habe ich DESK mit Diana zusammen, was ich wirklich cool finde und auch in AAC (allgemeine anorganische Chemie) habe ich bereits jemanden gefunden, mit dem ich mich gut unterhalten kann. Lisa hat auch Biwi, da sie ebenfalls B.Ed Chemie macht, doch dort sind wir über 1000 Studenten und dort jemanden(wieder) zu finden ist ein bisschen schwer.

 

 

Gestern Abend hatte ich mir eigentlich vorgenommen früh ins Bett zu gehen, da ich um 8.15Uhr zur Uni musste. Um 22.30Uhr kam dann aber Bekka und fragte mich, ob ich ihr die Nähmaschine und Stoff leihen könnte, da sie Prämieren-Geschenke machen musste, für eine Aufführung, in der die Regieassistentin war. Und weil sie irgendwie absolut keinen Plan hatte, habe ich ihr gezeigt wie die Maschine funktioniert, wie man eine Schablone entwirft etc.

Letztendlich saß ich bis 1.00 Uhr morgens in ihrem Zimmer und habe die kleinen Püppchen mit Reis gefüllt, sie ordentlich zugenäht, mit Knöpfen verziert und Bekkas Fehler mit der Nähmaschine wieder aufgetrennt, weil sie auftrennen absolut nicht kann xD

Ich muss wirklich an meinem „nein“ arbeiten. Ansonsten schlafe ich irgendwann mitten in einer Vorlesung oder in einem Seminar ein xD

28.10.10 14:50


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Der wahre Ernst beginnt

24.10.10



Ich habe im Gegensatz zu meinen vorherigen Einträgen jetzt nicht mehr jeden Tag dokumentiert. Weswegen auch, wenn doch eh die meiste Zeit das Gleiche passiert. Die Einführungswoche und die 2. Anmeldephase sind  vorbei und ab Morgen habe ich meine erste Vorlesung. Wobei es da sogar ein kleines Problem gibt -.-

 

Ich habe nämlich meine Ringvorlesung für Deutsch und meine Vorlesung über Anorganische Chemie gleichzeitig! Nun gut, nihct unbedingt wirklich gleichzeitig, da Chemie um 16 Uhr beginnt und um 18 Uhr aufhört, dafür aber die Ringvorlesung 45 Minuten innerhalb dieser Vorlesung ist. Jetzt muss ich natürlich sehen, wie ich das geregelt kriege...

 

Mein Senf und mein Frischkäse ist leer, was bedeutet, dass ich morgen wieder einkaufen darf. Außerdem muss ich mir Reis und andere Nudeln kaufen. Immer nur das selbe ist nämlich auf Dauer schrecklich. Ich habe ja jetzt morgens noch nicht mal einen Kaffee, weil mein Wasserkocher beschlossen hat, den Geist aufgeben zu müssen.

 

Die Seite nervt übrigens, wenn man Text eingibt >.< ständig läd sie sich neu und dann ist sehe ich nicht mehr, was ich davor geschrieben habe, weil ich wieder am Seitenanfang bin. Und das auch noch alle paar Sekunden!! das ist wirklich schrecklich!

 

 

Ich habe gestern Alejandra meine komponierten Leider vorgespielt und sie ist der Meinung, dass ich mich in Richtung Filmmusik schlau machen sollte. Sie kann es nicht fassen, dass außer meinen Freunden noch nie jemand eines meiner Stücke gehört hat (Die Abi-Abschlussfeier zählt nicht. Außer den Chorleuten weiß eh niemand, dass ich das Instrumentalstück selbst geschrieben habe und dort wahrscheinlich auch nur Elli, weil sie mitgespielt hat xD) Jedenfalls ist sie der Meinung, ich  sollte Becka - ein wirklich schrulliges Mädchen, die jetzt auch in den dritten Stock gezogen ist und Geige spielt - mal was davon vorspielen und vielleicht an Connections ran kommen.

 

Ich selber will in einen Chor. Anscheinend gibt es hier auch einen Unichor, in den man eintreten kann, aber ich habe Angst, dass man da auch auf Leute trifft, die im Abschlusschor waren. also Leute, die töne nicht wirklich halten bzw. denn treffen können. Ich muss mal fragen, ob die evangelische Kirche hier in der Straße einen Chor hat. Kirchenchöre haben nämlich meistens Chorleiter, von denen man auch etwas lernen kann.

 

Das Singen ist eines der Sachen, die ich wirklich stark vermisse. Zu Hause konnte ich immer in die Kirche gehen und mich dort ans Klavier (vermisse ich ebenfalls stark) setzen oder die Gitarre nehmen und drauf los spielen und dazu singen oder Sing- und Atemübungen machen. Hier im Wohnheim komme ich mir ein bisschen blöd vor, wenn ich anfange Tonleitern rauf und runter zu "la"n oder sch t s d Laute von mir zu geben um die Deutlichkeit meiner Aussprache zu verbessern. Und meine verschiedenen Tontechniken, bzw. Stimmvarianten kann ich auch nicht machen, weil ich dazu teilweise total laut werde...

 

Wäre ich Musikstudentin, hätte ich dafür ja eine Ausrede, aber ich studiere ja Germanistik und Chemie.

 

Ich habe gerade mal wieder festgestellt, dass meine Hobbys und Vorlieben nicht wirklich kompatibel sind: Ich liebe es Musik zu machen, komponiere, singe. Ich leibe es genauso sehr zu nähen oder zu zeichnen/kolorieren (obwohl ich in letzteres nicht sonderlich gut bin), interessiere mich für Philosophie und Psychologie, bin genuss-Säufer und schreibe Geschichten ("Geschichten schreiben" - das hört sich so an, als wäre ich ein kleines Kind mit zu viel Fantasie >.<, lerne japanisch (hier soll es einen guten Sprachkurs geben) und studiere Chemie.

Irgendwie passt da manches einfach nicht zusammen... Alejandra und das Mädchen, dessen Name mir einfach nicht mehr einfallen will, die, die Innenarchitektur studiert, gucken schon total komisch, wenn sie merken, was ich so gerne in der Freizeit mache...

 

Schon wieder totalen Mist geschrieben xD

 

Der wahre Ernst beginnt morgen!

 

24.10.10 23:56


per eMail

18.10.10
Heute hat die Uni angefangen...
Nur leider konnte ich nicht hin.
Ich bin heute fr?h aufgewacht und dachte nur: 'Schei?e!!! Das kann ja wohl nicht wahr sein!!!'
Mein Kopf dr?hnte und meine Nase war komplett zu. Ich wollte aufstehen, bin aber durch einen Schwindelanfall direkt wieder zur?ck gefallen. Als ich mich dann endlich nach geraumer Zeit aufgek?mpft hatte und in den Spiegel blickte, w?nschte ich mir, ich h?tte es nicht getan.
Ich sah aus wie eine Leiche!
Mittlerweile ist es nciht mehr ganz so schlimm, aber ich hab den ganzen Tag auch nur im Bett verbracht, Tee getrunken und mich hal tot ge?rgert, weil ich meinen ersten Uni-Tag verpasst habe >.<
Ahhhrg!!
Ich k?nnte Schreien!!
Mir wurde zwar gesagt, dass ich nichts verpasst habe, aber trotzdem schei?e!
Ich hoffe, dass es mir morgen besser geht, weil ich eh zur Uni muss wegen BAF?G. Und dann kann ich eh gleich mal sehen, was noch ansteht.








18.10.10

 

Heute hat die Uni angefangen...

Nur leider konnte ich nicht hin.

Ich bin heute fr?h aufgewacht und dachte nur:
'Schei?e!!! Das kann ja wohl nicht wahr sein!!!'

Mein Kopf dr?hnte und meine Nase war komplett zu.
Ich wollte aufstehen, bin aber durch einen Schwindelanfall direkt wieder zur?ck
gefallen. Als ich mich dann endlich nach geraumer Zeit aufgek?mpft hatte und in
den Spiegel blickte, w?nschte ich mir, ich h?tte es nicht getan.

 

Ich sah aus wie eine Leiche!

 

Mittlerweile ist es nciht mehr ganz so schlimm,
aber ich hab den ganzen Tag auch nur im Bett verbracht, Tee getrunken und mich
hal tot ge?rgert, weil ich meinen ersten Uni-Tag verpasst habe
>.<

 

Ahhhrg!!

 

Ich k?nnte Schreien!!

 

Mir wurde zwar gesagt, dass ich nichts verpasst
habe, aber trotzdem schei?e!

 

 

Ich hoffe, dass es mir morgen besser geht, weil ich
eh zur Uni muss wegen BAF?G. Und dann kann ich eh gleich mal sehen, was noch
ansteht.

19.10.10 05:50


14.10.10

Tag Numero drei meines Studentenlebens.

Ich hatte eben das erste Gespräch mit einer meiner Flur-Mitnutzer, das über „Hey“ „Hi“ hinausging. Und das in – wer hätte es gedacht –  der Küche. Sie hat sich Nudeln gekocht und ich mein benutztes Geschirr abgespült. Ich weiß zwar nicht wie sie heißt, aber dafür, dass sie so schnell es geht wieder ausziehen will, weil ihr das Zimmer zu groß, die Sanitäranlagen zu – mir fällt kein richtiges Wort dafür ein – und alles zu ruhig ist. Außerdem fehlt ihr ihr Hund, den sie in Köln bei ihrer Familie lassen musste.

(kann ich nur allzu gut verstehen!!)

 

Morgen muss ich wieder einkaufen, mir endlich Salz, Zucker, Suppenbrühe, Nudeln, Tomaten, Käse und so was besorgen. Gestern hab ich mir das restliche Kartoffelgratin warm gemacht und heute Milchreis gekocht und mit Sauerkirsch-Konfitüre gegessen. Für Morgen hab ich noch Brot zum Frühstück und die Milch reicht noch für eine Schüssel Cornflakes (auf Deutsch: Maisflocken). Eigentlich könnte ich auch heute noch einkaufen gehen, aber dafür müsste ich mich umziehen (momentan trage ich einen Jogginganzug, wie meine Flur-Mitnutzerin ebenfalls), wozu ich allerdings keine Lust habe, weil ich dann auch die 66 Stufen die Treppe runter, durch den Park, einkaufen, wieder zurück, mit den Einkäufen 66 Stufen hoch und mich dann wieder umziehen müsste.

Aber da ich morgen eh in die Stadt muss (Ich brauche auch einen Bademantel, drei Ordner, Briefumschläge und Briefmarken), kann ich das auch auf dem Heimweg erledigen.

 

Mein Erdbeer-Traube-Apfel-Ananas-Orange-Banane-Passionsfrucht Saft ist auch bald leer…

 

 

Vielleicht fragt ihr euch, warum ich mir nicht die Stadt ansehe, doch darauf kann ich auch antworten. Das macht alleine einfach keinen Spaß.

Ich hab gestern einige Stunden in der Uni verbracht und mir dank Kusus Lageplan die verschiedenen Gebäude angesehen und mir Wege gemerkt.

Da fällt mir ein, dass ich mir morgen auch noch meine Uni-Prepaid-Karte holen sollte, da die auch als Schlüssel für die Schließfächer in der Bibliothek gilt und man mit ihr (fast) alles Bezahlen kann.

 

Ich bin übrigens ganz krank vor Heimweh…

Wirklich!

In der ersten Nacht konnte ich kaum schlafen, weil mir die Muskeln in den Beinen so weh taten. (gut, dass konnte auch von dem vielen Treppensteigen kommen)

In der zweiten Nacht hatte ich Halsschmerzen und heute muss ich ständig niesen und meine Nase läuft. Es mag ja Leute geben, die diese Symptome als schnöde Erkältung abtun würden, doch ich bin mir sicher, dass es Heimweh ist. Immerhin war ich schon lange nicht mehr krank und erst jetzt wieder, wenn ich alleine in meinem Zimmer in einer Stadt 3 ½ Stunden Zugfahrt von Zuhause entfernt sitze.

 

 

Ich mag das Lied „Ohne scheiß: Schoko-Eis“, doch bei „Macht ihr den Scheißdreck?“ hab ich mich ein klein wenig angegriffen gefühlt, immerhin hab ich selbst zwei Mittelalterkleider und mag die Musik.

 

Wollt ihr wissen, wie ich ohne Leute zum Reden und ohne Internet meine Zeit verbringe? Ich schreibe sinnlose Sätze auf. Hier ein paar Beispiele:

_________

Ich muss nicht versuchen wie andere etwas zu sein, was ich nicht sein kann, weil ich schon längst etwas bin, das sie nicht sein können, nämlich ich.

_________

Ich fühle mich wie ein Klassiker: Alt und verbraucht.

Du bist so ein Klischee: Von jedem benutzt.

________

Bisch uf sini Bodehochzit gwäs?

Nai, Irch hab kai Zit ghabt. Am Dunschtig muscht irch mai PW ins Garage fahre. Des war a Chrüsimüsi. De Pneu war kputt und irch muscht des Car nähme um Heim zkomme.

Du häsch nüt vepascht. Mai Nastuech ha i nit bruche.

_______

„Lass uns nicht in diese Disco gehen; da ist es immer voll leer.“

„Wie du meinst, es ist einfach schwer eine gute Verbindung zu finden.“

„Hast du den Kerl da gesehen? Der war ja ganz schön hässlich.“

 „Irgendwas an deinem Satz war gerade richtig falsch.“

„Halt die Klappe und komm mir nicht eben krumm!“

„Lass uns gehen, ich bin ganz kaputt.“

„Es ist oft selten, dass etwas derartiges passiert.“

„Denkst du nicht, das ist ein wenig viel?“

„Sie sagt manchmal immer, ich sei zu faul.“

„Findest du nicht auch, dass diese Aussicht furchtbar schön ist?“

 

_______

Wenn jemand weiß, was an den letzten Sätzen das Besondere ist, dann ist er klug und verdient meinen Respekt. Und wenn nicht, dann lest sie euch nochmal durch, bis ihr es auch verstanden habt oder fragt jemanden, der es weiß.

 

Gleiches gilt für die vorletzen Sätze im Sinne des Sinnverständnisses. Wer weiß, was es heißen soll ist klug und verdient meinen Respekt und wer nicht, der soll halt gleich fragen.

 

Kleiner Tipp: Der Inhalt all dieser Sätze hat nicht das Geringste mit meiner momentanen Situation zu tun. Sie sind mir einfach nur eingefallen und ich habe sie aufgeschrieben.

 

Ich habe ein paar Folgen Code Geass (1-15) auf meinem Laptop gefunden und jetzt will ich die nächsten Folgen auch sehen, aber es geht nicht -.- dummes kein-internet-haben

 

Wenn ich mir jetzt mal so durchlese, was ich in diesen Blogeintrag geschrieben habe, merke ich, dass das meiste nichts miteinander zu tun hat. Egal, ich schreibe diesen Blogeintrag ja zum Teil ebenfalls deswegen, weil mir langweilig ist und damit ihr wisst, was so alles in meinem Kopf vorgeht.

 

15.10.10

Yay!

An Tag vier habe ich wieder eine Flur-Mitnutzerin kennengelernt.

Sie heißt Alejandra (gesprochen: Alechandra) und studiert Architektur an der FH (Das Mädel von gestern übrigens Innenarchitektur, ebenfalls an der FH) und ist halb Kolumbianerin und war das letzte Jahr auch dort. Getroffen habe ich sie, wie sollte es auch anders sein, in der Küche. Ich habe Stimmen gehört und dachte mir, es wäre eine super Gelegenheit, um Leute kennen zu lernen. Also habe ich mir mein schmutziges Geschirr (Geschirr wird doch mit doppel R geschrieben, Calu) geschnappt und bin in die Küche rüber. Dort waren dann Alejandra und zwei andere Mädchen (aus demselben Stockwerk, aber aus dem andreren Flurflügel) die Alejandra gesucht hatte, um Augenzeugen für ihren Fund in der Küche zu haben.

Dieser Fund war übrigens eine Ratte hinter der Küchentür.

 

Ja, ihr habt richtig gelesen. Wir haben eine Ratte im Flur.

 

Eine dicke, flinke, aber dennoch relativ zahme Ratte mit dichtem Fell. Wenigstens scheint sie nicht krank zu sein, allerdings bleibe ich hier nicht länger als nötig, also höchstens bis Februar. Alejandra sieht das genauso wie ich. Sobald ich hier Internet habe (ich bin nicht die einzige, die keines hat)  fange ich an mir was zu suchen. Am liebsten WG.

 

Vielleicht bekommen wir Mietminderung: Eine Ratte in der Küche, zwei Duschen und eine soll man nicht benutzen wegen Schimmel (außerdem geht da die Tür nicht richtig zu), drei Toiletten und davon zwei kaputt. Und das für einen Flur mit ca.  16 Zimmern…

 

Ich kann mir übrigens keine Lasagne oder Pizza oder Nudelauflauf oder Käseüberbackenes machen. Wir haben nämlich in der Küche keinen Ofen.

 

Ich weiß jetzt, dass eine Straßenbahnhaltestelle in der Nähe ist und man mit der 92 auch noch nachts von der Innenstadt nach Gonsenheim kommt. Dafür hab ich Alejandra gezeigt, wo hier der Aldi und der Rewe sind. Jetzt ärgert sie sich, dass sie immer in der Innenstadt einkaufen war, obwohl man kaum fünf Minuten zu Fuß gehen muss um sie zu erreichen.

Die Waschmaschinen muss man auch mit der Studicard bezahlen, also diesem Prepaid-Dingens.

 

Ich kann die Liste meiner Bekanntschaften mit Harkan und Matthias erweitern. Beide wohnen auch erst seit diesem Monat hier. Matthias wird ebenfalls Lehrer (Germanistik und Geographie) und Harkan studiert Bauingenieurswesen an der FH. Die beiden wohnen sich gegenüber im anschließenden Flur und mit Harkan haben Alejandra und ich uns mal zum Kochen verabredet. Es macht einfach keinen Spaß nur für sich allein zu kochen. (Außerdem ist seine Küche kaputt)

 

Eben haben wir festgestellt, dass das alte, wirklich abgefuck aussehende Radio bei uns in der Küche funktioniert. Und das sogar erstaunlich gut. Man kann also beim Kochen Musik hören oder das Radio laufen lassen während man dort zusammensitzt.

 

Morgen ist Samstag. Mal sehen, was am Wochenende so passiert.

 

16.10.10

Tag fünf

Ich bin heute mit abends Alejandra in den ersten Stock in den Billiardraum gegangen um mehr Leute kennen zu lernen und Bingo!!! Musik lief, die Sofas waren besetzt und Leute da.

Sogar jemand, den ich schon kannte! Mit Max hatte ich in der elften Klasse Ethik (damals hatte er noch lange schwarze Haare) und jetzt haben wir uns ganz schön gut unterhalten. Ist schon geil jemanden aus der Schulzeit in der Uni zu treffen, mit dem man eigentlich gar nicht gerechnet hat. Ich weiß zwar, dass Alina und Katharina auch in Mainz sind, aber die wohnen eben nicht hier und es ist einfach cool bekannte Gesichter zu sehen.

 

Jetzt ist es streng genommen gesehen schon der 17te, aber ich schreib es trotzdem für gestern rein, weil das Meiste eben gestern passiert ist. Jetzt wollen wir allerdings noch in die Stadt gehen. Ich schreib dann Morgen, wie es war.

 

17.10.10

Tag sechs

Wir haben jetzt 16.53 Uhr und ich bin gerade aufgewacht. Ist allerdings auch kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Alejandra, Max, Maxi und ich erst ca. um viertel nach sieben Uhr morgens heim gekommen sind.

Wie schon geschrieben sind wir um O.30 losgezogen um das Mainzer Nachtleben ein bisschen besser kennen zu lernen. Wir waren anfangs auch ein paar mehr Leute. Mahl sehen, ob ich alle Namen zusammen bekomme: Alejandra, Max, Maxi, Sebastian, Lisa, Sophie, Franziska, Anne (ich weiß allerdings nicht, wer von den beiden letzteren wer ist. Ich weiß nur, dass die zwei Mädchen Franziska und Anne heißen) und zwei Kerle, von denen ich mir die Namen nicht habe merken können.

 

Zuerst sind wir ins Coupé 70, eine wie es scheint ziemlich beliebte Kneipe – sie war zum brechen voll – allerdings sind wir da auch nur geblieben um ein Bier zu trinken. Danach ging es weiter ins 50°, eine wirklich coole Disco und dort auch bis halb fünf Uhr morgens geblieben. Dann allerdings haben wir uns aufgeteilt. Die einen sind schon nach Hause und die andern, darunter auch ich, haben noch was gesucht, das offen hat.

Wir sind ziemlich durch die Innenstadt geirrt und Maxi hat alle Leute befragt, die uns entgegen kamen. Er ist Bayer und hat sie meistens auf Bayrisch angesprochen, obwohl er auch ziemlich gut Hochdeutsch kann. Alejandra, Lisa, Max und ich haben uns dabei fast kaputt gelacht. Die Leute müssen uns echt für bekloppte halten…

 

Letztendlich haben wir es dann geschafft, uns den Weg zu ‚Ullis Nachtschicht‘ erklären zu lassen. Aber als wir dort ankamen mussten wir feststellen, dass da eine Schlange war! Um fünf Uhr morgens!!! Wir hatten dann keinen Bock uns anzustellen und sind einfach in die ‚Piano Bar‘ die direkt daneben war und keine Schlange hatte. Der Laden ist echt ein kleiner Geheimtipp, würde ich sagen. Anfangs standen wir alle nur rum und haben unser Bier getrunken, aber dann haben wir angefangen ein bisschen zu tanzen, was dann nachher, wie soll ich es Beschreiben, ein wenig ausuferte? Es kamen schöne ältere Lieder und wir sind darauf ziemlich abgegangen, weil wir so gut drauf waren. Es war genial! Als wir dann um halb sieben gegangen sind, hat sich Lisa von uns abgesondert und ist dageblieben, weil sie einen Kerl kennen gelernt hat.

Da wir noch auf unsere Straßenbahn warten mussten, wurde es schließlich fast halb acht, als wir dann zu viert wieder am Wohnheim ankamen.

 

Dank dem Typen aus Zimmer 109 (ich hab seinen Namen vergessen, ich glaube er wurde ‚Töp‘ oder do ähnlich genannt) hab ich jetzt Internet!! Yay

17.10.10 19:28


Sessys Studentenleben und anderes

11.10.10

Tag Null Komme fünf meines Studentenlebens.

Wir haben 17.38 Uhr und ich bin fix und fertig. Heute möchte ich wirklich nichts mehr machen. Meine Regale stehen und der Kühlschrank läuft hörbar. Leider habe ich ein kleines Problem mit meinem Internet Zugang, obwohl ich Passwort und Benutzername habe. Aus irgendeinem Grund heiße ich hier „Lidia Debus“ und ich frage mich, wie man aus einem Ypsilon ein i machen kann. In meinem Namen wird es ja noch nicht mal als i ausgesprochen. Ich kenne es ja schön, dass man mich mit ü schreibt, aber das hier ist mir noch nie passiert.

 

12.10.10

Tag Eins meines Studentenlebens.

Habe mich mit Kusu in der Uni getroffen. Er war so lieb und hat mir gezeigt, wie ich an einen Bibliotheksausweis rankomme. Jetzt habe ich einen. Außerdem hat er meinen Laptop Uni W-Lan tauglich gemacht und mir den Remote-Desktop gezeigt. Wirklich praktisch, genau wie der Reader. Damit kann ich von meinem Laptop aus mit den Programmen von der Uni arbeiten und auch auf die Dateien, die ich dort abgespeichert habe zugreifen und der Reader ist so was wie Lo-net2, das ich in der Schule für Psycho hatte.

 

Ich habe übrigens meine Bewegungsmelder Katze eingeschaltet und so positioniert, dass sie reagiert, wenn man meine Tür aufmacht. So werde ich immer Begrüßt, wenn ich nach Hause komme. Sie miaut auch, wenn ich das Licht ausmache oder auch manchmal, wenn ich an der Tür vorbei gehe. Sie ersetzt mir Môre zwar nicht ganz, aber ich fühle mich nicht ganz so allein hier in diesem riesigen Zimmer.

 

Ich weiß jetzt übrigens, warum mein W-Lan nicht funktioniert. Ich muss mir ein Zertifikat von der Internetseite des Wohnheims herunterladen. Ja, ich habe auch gelacht: Um ins Internet zu kommen muss ich ins Internet. Ha ha, wirklich komisch.

Aber da hier nur Studenten leben, die eben auch in der Uni ins Internet können, ist das eigentlich kein Problem. Oder man geht einfach in die W-Lan Sprechstunden – die allerdings zur Zeit leider ausfallen und ich habe keine Lust bis Montag ohne Internet zu sein – und lässt sich dort alles Einrichten.

 

Jetzt sitze ich hier und mir ist langweilig. Ich habe alle Kisten außer drei bereits ausgepackt – irgendwas muss ich ja auch noch Morgen machen, solange mein W-Lan nicht funktioniert -  und die Best of AMV Kollektion von Calu hab ich mir auch schon gestern angesehen.

Meine Weihnachtswünsche haben sich übrigens ein bisschen verändert. Einen Wasserkocher brauche ich nicht mehr – ich habe unseren alten –,  aber ich brauche einen schwarzweiß Laser-Drucker. Campingkochplatten wären auch gut, aber nicht unbedingt notwendig. Im Gegensatz zu  einer Mikrowelle… ich hab kaltes Zeug im Kühlschrank stehen und will das warmmachen und anstatt es einfach für drei Minuten in die Mikrowelle zu stellen, muss ich es in einen Topf umfüllen und eine Viertelstunde in der Küche am Herd stehen.

 

Jetzt werde ich zu meinem Bücherregal gehen und mir irgendwas raussuchen, das ich lesen kann, bis es spät genug ist, um schlafen zu gehen.


13.10.10

Tag zwei meines Studentenlebens ist noch nicht ganz vorbei, aber ich sitze jetzt in der Uni und schreibe diesen Blog, damit meine Freunde wissen, dass ich noch lebe.

Ich habe immer noch keinen meiner Flur-mit-Benutzer wirklich getroffen und hören tut man auch kaum was von ihnen. wenn ich nicht die Bewegungsmelder Katze und meinen Laptop hätte, würde ich in der Stille verrückt werden. Ich habe nur noch ein einhalb Kisten zum Auspacken und ich werde damit heute Abend wohl fertig sein. Dann wird mir wieder so furchtbar langweilig -.-

 

Ich hoffe, das mit der Langeweile ändert sich ab nächster Woche.

Es ist wirklich schrecklich alleine in einem riesigen Zimmer zu hocken und nichts zu tun zu haben...

13.10.10 15:59


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